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Therapie-Ideen bei Schilddrüsenunterfunktion / Hashimoto
27 Feb

Therapie-Ideen bei Schilddrüsenunterfunktion / Hashimoto

Schilddrüsenerkrankungen gehören zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen. An einer Schilddrüsenunterfunktion leiden rund 0,5 – 1,2% der Bevölkerung. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe und Therapie-Ansätze.

Frauen sind sehr viel öfter betroffen als Männer. Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Erkrankungsrate an.

Die Folge einer Schilddrüsenerkrankung ist ein verlangsamter Stoffwechsel, verbunden mit einer verminderten körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.

Die Ursache ist vielfältig. Die Schilddrüsenunterfunktion kann angeboren sein, aber auch im Laufe des Lebens erworben werden. Im Vordergrund stehen eine chronisch entzündliche Immunreaktion (Hashimoto), Jodmangel oder medizinische Interventionen (Behandlung mit Thyreostatika, Radiojodtherapie).

Die häufigste Ursache der Schilddrüsenunterfunktion ist wohl Hashimoto. Bei dieser chronisch entzündlichen Erkrankung erkennt das Immunsystem die Schilddrüse als fremd und es kommt zum Gewebezerfall.

Diagnose

Die Hypothyreose kann aufgrund der klinischen Symptome und über die Schilddrüsenwerte im Blut (freies T3, freies T4, TSH) relativ leicht diagnostiziert werden. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist der TSH-Spiegel erhöht.

Die Diagnose chronisch-entzündliche Immun-Thyreoiditis (Hashimoto) erfolgt über den Nachweis entsprechender Antikörper auf TPO und Thyreoglobulin.

Leitsymptome

Antriebsschwäche, Neigung zu Frösteln (Hypothermie) und Depression, niedriger Blutdruck (Hypotonie) und niedriger Puls (Bradykardie), Gewichtszunahme, Verstopfung, trockene Haut und Haarausfall, Zyklusstörungen, aber auch in Folge der geänderten Stoffwechsellage ein erhöhter Cholesteringehalt.

Schulmedizinische Behandlung

Substitutionstherapie mit Schilddrüsenhormonen (L-Thyroxin).

Als Nebenwirkungen treten häufig Herzrasen, Schwitzen, innere Unruhe und Durchfall auf. Diese Nebenwirkungen deuten auf eine Überdosierung von L-Thyroxin bzw. sind Leitsymptome einer Schilddrüsenüberfunktion. In einem solchen Fall ist die Dosis zu reduzieren.

Komplementär- bzw. alternativmedizinische Behandlung

Homöopathie: Konstitutionsmittel wie Calcium carbonicum, Graphytes, Pulsatilla

Spagyrik: Blasentang, Citrin, Capsella comp, Clematis comp

Schüsslersalze: Magnesium phosphoricum Nr. 7, Kalium iodatum Nr. 15

Vitalstoffe: Jod, Selen

Ernährung

Meerfisch, Meeresfrüchte, Broccoli, Kohl, Blumenkohl

Sonstiges

Stressabbau (Spazieren, Singen, Atemtherapie)

Bewegung (reduziert auch gleich allfällig erhöhte Cholesterin-Werte)

Naturheilkundliche Sichtweise von Schilddrüsenerkrankungen

Die Schilddrüse ist das Organ, das uns seit Urzeiten in die Lage versetzt, bei plötzlicher Gefahr schnell zu fliehen. Sie schaltet das vegetative Nervensystem um, bringt das Herz zum Rasen, schüttet Adrenalin aus und versetzt uns in die Lage, unsere ganze Kraft in eine schnelle Flucht umzusetzen. Das Leben heute hat sich grundlegend verändert. Eine Flucht ist in den seltensten Fällen das Mittel der Wahl, um einer Bedrohung zu entgehen. Wenn also der Chef mal wieder zu einem unangenehmen Gespräch lädt oder der Kontostand bedenklich ins Minus zuckt, schaltet die Schilddrüse noch immer um auf „Flucht“. Aber wir setzen die Energie, die sie uns freisetzt, nicht mehr als solche um, sondern fressen die Angst vor der Bedrohung in uns hinein.

Der Körper, dessen Funktionen noch immer auf die Umstände in der Urzeit gepolt sind, ist irritiert, allen voran die Schilddrüse, die uns doch in den wertvollen Fluchtzustand versetzt hat. Wer viel Stress hat, viel zu Ängsten und nicht ausgelebten Gefühlen neigt, hat deshalb häufiger Probleme mit der Schilddrüse. In diesem Sinne ist der Stressabbau äusserst sinnvoll.

Therapie-Empfehlung

Zusätzlich zur Substitutionstherapie mit L-Thyroxin

Aurora-Spagyrik

morgens: 7 – 10 Tropfen Capsella comp (Blutmittel nach Dr. Zimpel)

mittags: 5 – 7 Tropfen Citrin

abends: 7 – 10 Tropfen Clematis comp (Lymphmittel nach Dr. Zimpel)

Bei akuter Antriebsschwäche und Schwächegefühl zusätzlich Blasentang, vorzugsweise am Vormittag (10h00) und am Nachmittag (16h00), jeweils 5 Tropfen.

Capsella comp stellt das zentrale Mittel im Therapiesystem nach Dr. Zimpel dar. Das Mittel wird als Basistherapie von verschiedenen chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Es ist dem Planeten Mars zugeordnet und aktiviert die Stoffwechselprozesse. Unterstützt wird diese Wirkung durch das Mineral Citrin, welches hormonelle Prozesse aktiviert und auch die Verdauung unterstützt. Citrin ist der Sonne zuordnet und gibt entsprechend Sonne im Herzen. Clematis comp ist das Lymphmittel nach Dr. Zimpel und eignet sich auch sehr gut zur unterstützenden Behandlung von Unterfunktionen der Bauchspeicheldrüse und der Schilddrüse. Clematis comp ist dem Mond zugeordnet und wird entsprechend vorzugsweise am Abend gegeben.

Dr. R. Renato Kaiser

CEO Aurora Pharma AG, dipl. Apotheker ETH seit 1999 für die Aurora Pharma AG tätig, insbesondere Aufbau eines Qualitätssicherungssystem und Registrierung der Aurora eigenen Verfahren bei Swissmedic, Kenner der Alchemie, Vortragstätigkeit mit Schwerpunkt Alchemie, Spagyrik und Paracelsusmedizin. Seit 8 Jahren aktives NVS-Vorstandsmitglied, Schwerpunkt Swissmedic/Politik und Erhalt der Arzneimittelvielfalt im Bereich Komplementär- und Alternativmedizin. Vorträge bei Seminaren der Schweizerischen Medizinischen Gesellschaft für Phytotherapie (SMGP), Schwerpunkt rationale und traditionelle Phytotherapie Wissenschaftlicher Beirat Institut für integrative Naturheilkunde (NHK), Zürich

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