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Paracelsus - Leben und Werk
30 Mai

Paracelsus - Leben und Werk

Einer der wichtigsten und bekanntesten Ärzte der letzten Jahrhunderte stammte aus Einsiedeln, Schwyz. Bekannt ist Paracelsus vor allem durch seine Lehren der Alchemie und der Spagyrik. Eine kurze Übersicht über sein Leben und seine medizinische Ideologie.

Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, wurde 1493 in Einsiedeln geboren. Sein Vater, der Arzt und Alchemist, Wilhelm von Hohenheim, leehrte seinem Sohn schon von frühester Kindheit an die genaue Beobachtung der Natur. Ebenso wie Hildegard von Bingen war es genau diese Fertigkeit, die Paracelsus seine grossen Erkenntnisse lieferte.

Das spätere Hochschulstudium war für Paracelsus eine grosse Ernüchterung. Denn anders als er dies vermutete, gaben ihm seine Lehrer viel Theorie aber wenig Praxis aus der Natur mit auf den Weg. Für ihn war die Natur das grosse Lehrbuch, das demjenigen, der es geduldig betrachtete, alle Geheimnisse des Lebens offenbarte.

Trotzdem schloss er sein Studium ab und wanderte schliesslich für 12 Jahre durch ganz Europa. Seine Wanderjahre brachten ihn nach Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, England, Polen, Ungarn, Litauen und viele weitere Länder. Hier konnte Paracelsus endlich sein praktisches Wissen erweitern. Neben Ärzten und Gelehrten machte er seine Erfahrungen bei Badern, Scherern, in Klöstern, bei Kräuterfrauen, Zigeunern, Hebammen und beim einfachen Volk. Er strebte nach der Erkenntnis des Urgrunds einer Arznei.

Die Natur selbst macht die Alchemia für uns Menschen notwendig, weil sie für den Menschen kaum etwas zu Tage bringt, was für ihn bereits vollendet ist. Dies zeigt sich auch bereits an unserer Arbeitsteilung. Der Müller gewinnt aus dem Korn das Mehl, das der Bäcker zu Brot verarbeitet; der Winzer bereitet Wein aus den Trauben, der Kürschner aus der Schafswolle einen Pelz usw. In der Natur können wir überall Vervollkommnungsprozesse wahrnehmen. Der Sommer z.B. bringt die Früchte zum Reifen. Die Folge von Reifung, Steigerung, Vollendung gehört ins Reich der Sonne und damit des Himmels. Arzneien müssen vollendet sein, um wahren himmlischen Charakter zu besitzen, denn daher stammen auch die Heilungsprozesse.

Damit der Spagyriker diesen himmlischen Charakter z.B. aus dem Johanniskraut ziehen kann, muss er durch Trennung den Erdenanteil des Rohstoffs nehmen d.h. die unreinen Substanzen. Was bleibt, ist die reine Kraft der Ausgangssubstanz. Paracelsus nannte dies das Arcanum. Es ist die höchste Steigerung einer natürlichen Daseinsform, die sich durch den alchemistischen Prozess auf die höchsten Stufen der materiellen, mentalen und emotionalen Ebenen transformiert und folglich über eine höhere Schwingung verfügt.

Für Paracelsus stand im Kern der Arbeit eines Arztes die Alchemie, die Astronomie, die Philosophie und die Proprietas (Redlichkeit, Moral). Beherrschte der Arzt deren Prinzipien und Techniken, so konnte er Reifungs- und Vollendungsprozesse in Gang bringen, die dem Arzt das wahre Wesen von Krankheit, Gesundheit, Arznei und Ausgeglichenheit aufzeigen. Dies befähigt einen Mediziner auf einen Patienten einzugehen und die richtigen Mittel und Methoden anzubieten, mit denen dieser in Ausgeglichenheit und Harmonie leben kann.

Benjamin Maeles

Aufgewachsen mit Naturheilmitteln aus der Homöopathie, sowie mit Bachblüten, Globuli, vegetarischer Ernährung und ohne Impfung sind mir die Erkenntnisse der Naturheilkunde durch die Muttermilch weitergegeben worden. Als gelernter Informatiker mit fünf Jahren Berufserfahrung im Journalismus und 4 Jahren in der Webentwicklung, Kommunikation und Marketing bin ich bei der Aurora Pharma für all diese Bereiche zuständig. Mein Ziel ist es, die Alchemie und Spagyrik auf verständliche Weise jedem näher zu bringen.

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