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Dr. Carl-Friedrich Zimpel – Sein Leben
04 Jul

Dr. Carl-Friedrich Zimpel – Sein Leben

Der Heiler und Spagyriker Dr. Carl-Friedrich Zimpel verbreitete im 19. Jahrhundert mit seinen Forschungen in der Spagyrik und der Homöopathie zwei Bereiche der Naturheilkunde in ganz Europa. Damit gehört er zu den wichtigsten Personen neben Johann Rudolph Glauber und Paracelsus. Ganze 7 Produkte der Aurora Pharma basieren auf den Erkenntnissen Zimpels. Eine Kurzbiographie.
Carl-Friedrich Zimpel wurde am 11. Dezember 1801 in Sprottau, Niederschlesien geboren. Über Umwege gelangte er schliesslich zu seiner Berufung. Es bedurfte äusserer Schicksalskonstellationen, dass Zimpels unbewusste innere Bestimmung zur Erfüllung gelangen konnte. Zimpels Weg zur Medizin Als gelernter Ingenieur hatte er über mehrere Jahre die Stellung als preussischer Offizier inne. Als Leibadjutant des Königs von Preussen warb er um die Tochter eines hochgestellten Offiziers. Der Vater des Mädchens war jedoch gegen eine Vermählung der beiden. So wagte Zimpel mit dem Mädchen einen Fluchtversuch. Dieser flog jedoch auf und wurde vereitelt. Es folgte Festungsarrest und die bedingungslose Entlassung Zimpels aus dem Dienst. Durch besondere Begünstigung des Königs konnte Zimpel zumindest nach Amerika auswandern. Er durchwanderte als Hausierer ganz Kanada, arbeitete als Ingenieur und zuletzt beschäftigte er sich mit dem Bau von Häusern in New York. Hier verlor Zimpel durch einen heftigen Streit beinahe 100 eigene Häuser, woraufhin er 1937 wieder nach Deutschland zurückkehrte. Er arbeitete weiter als Ingenieur im Eisenbahnbau, was ihn jedoch nicht erfüllte. Also unternahm er grosse Reisen durch ganz Europa und den Orient. Seine Interessen während den Reisen waren überwiegend naturwissenschaftlich und bereits medizinischer Art. So liegt die Vermutung nahe, dass Zimpel während dieser Reisen den Entschluss zum Studium der Medizin und Philosophie fasste. Seine Studien begann er dann 1846 als Gasthörer an der Universität Jena. Während seiner Zeit in Jena war Zimpel aktives Mitglied der Gesellschaft für Mineralogie und Geognosie, später wurde er Ehrenmitglied. Zimpel promovierte im Frühling 1849 innerhalb von zwei Monaten zum Doktor der Philosophie und erwarb anschliessend den Doktortitel in der Medizin, ohne allerdings je ein Medizinstudium beendet zu haben. Die philosophische Fakultät akzeptierte ein neun Jahre zuvor veröffentlichtes Werk über den US-amerikanischen Eisenbahnbau als Dissertation. Zimpels Promotionsarbeit in der Medizin war eine Arbeit über seine Erfahrung mit Gelbfieber, die er während seines Aufenthalts in Louisiana in den USA gemacht hatte. Durch eine Sondergenehmigung des Staatsministeriums erkannte die medizinische Fakultät 1849 diese Arbeit als Doktorarbeit an. Seinen Promotionswunsch begründete Zimpel unter anderem damit, dass der akademische Titel bei wissenschaftlichen Reisen in orientalische Länder von Vorteil sei. Er wünsche die Doktorwürde hingegen nicht, um sich als praktischer Arzt zum Gelderwerb in Deutschland niederzulassen. Zimpel ist somit nie Arzt gewesen und besass nie eine Zulassung als Arzt oder eine medizinische Qualifikation. Den Doktortitel bekam Zimpel nur unter der Auflage, sich in Deutschland niemals medizinisch zu betätigen. Aus diesem Grund praktizierte er unter anderem in London und Italien. Dr. Lutze aus Cöthen, der Nachfolger Hahnemanns, stellte ihm unmittelbar nach seinem Abgang von der Universität Jena das Diplom des homöopathischen Arztes aus. 1849 ging Zimpel dann nach London, um sich dort als homöopathischer Arzt zu etablieren. Sein Weg zur Spagyrik begann vermutlich in London. England war zu dieser Zeit ein Ort für alle möglichen geheimwissenschaftlichen Bestrebungen. Insbesondere in der Alchemie spielte England lange Zeit eine ausgesprochen wichtige Rolle. Zimpel gewann Eindrücke, die ihn immer mehr von den anerkannten Auffassungen seiner Zeit distanzierten, zugunsten einer Denkweise, die ihm die geistigen Hintergründe der Spagyrik zu erschliessen vermochten. Zimpel studierte beispielsweise Werke von Spagyrikern wie Dr. Helvetius oder die „Pharmacopaea spagyrica“ von Johann Rudolph Glauber. Sein Weg in die Spagyrik führte wohl auch über die Religionswissenschaften. Ein weiterer wichtiger Meilenstein auf seinem Weg war die Begegnung mit dem Italiener Graf Cesare Mattei, dem Begründer der Elektrohomöopathie, zwischen 1868 und 1870 in Rom. Mattei hatte für seine elektrohomöopathischen Mittel ein Herstellverfahren entwickelt, das spagyrische Grundzüge enthielt. Zimpels Begegnung mit Mattei und dessen Praktiken, die der Spagyrik nahe standen, hinterliessen einen nachhaltigen Eindruck bei Zimpel. Seine sieben Hauptmittel bezeichnete er als elektro-spagyrisch. Für Mittel, die ausschliesslich für den äusseren Gebrauch bestimmt waren und die sich durch eine durchdringende Tiefenwirkung auszeichneten, wählte er die noch heute gültige Benennung „Elektrizitäts-Mittel“. Mit seinen Mitteln erzielte Zimpel beispielsweise glänzende Erfolge bei Cholera-Epidemien in Neapel. Die Zimpel-Mittel wurden fortan von einem Homöopathen in Göppingen erprobt und angewandt. 1873 lernte Zimpel bei Hartenstein den Apotheker Prof. Dr. Friedrich Mauch aus Göppingen kennen. Dieser erwarb alle Manuskripte und Originalschriften Zimpels und auch die Rechte für die Herstellung seiner Mittel und begann die Zimpel‘schen Arzneimittel in seiner homöopathischen Zentralapotheke in Göppingen herzustellen und zu verkaufen. 1878 war Zimpels Heilsystem bereits der Öffentlichkeit übergeben. Zimpels bunt bewegtes Leben über mehrere Kontinente hinweg, fand am 26. Juni 1879 in einem Hotel in Pozzuoli, Kampanien in Süditalien sein Ende.
Benjamin Maeles

Aufgewachsen mit Naturheilmitteln aus der Homöopathie, sowie mit Bachblüten, Globuli, vegetarischer Ernährung und ohne Impfung sind mir die Erkenntnisse der Naturheilkunde durch die Muttermilch weitergegeben worden. Als gelernter Informatiker mit fünf Jahren Berufserfahrung im Journalismus und 4 Jahren in der Webentwicklung, Kommunikation und Marketing bin ich bei der Aurora Pharma für all diese Bereiche zuständig. Mein Ziel ist es, die Alchemie und Spagyrik auf verständliche Weise jedem näher zu bringen.

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